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Ich kenne ihn, ich kenne ihn nur allzu gut, und ich habe all die eben genannten Dinge getan, und ich kann Ihnen verraten, dass Strohhüte nicht besonders gut schmecken und überdies in den Därmen schmerzhafte Körperwinde verursachen, welche dann lautstark in die Freiheit entweichen, wo sie – wenn zu tief eingeatmet – wegen ihres bestialischen Gestanks Übelkeit verursachen. Aber kommen wir auf den Boden der Vernunft zurück, und damit zu der Frage, was mich denn so wütend machte, dass ich all diese Dinge tat. Ich bin ein friedliebender Bürger, Besitzer einer Wechselstube in Gelsenkirchen-Buer. Die Menschen kommen vertrauensvoll zu mir. Sie lassen sich z.B. den Euro in englische Pfund-Sterling wechseln, weil sie nach London fahren wollen, um nachzuprüfen, ob Prinz Charles’ Ohren wirklich so groß sind, wie sie im Fernsehen immer wirken. Sie sehen also, meine geneigten Leser, Sie haben es mit einem seriösen Geschäftsmann zu tun, bei dem es einen Grund haben muss, wenn er sich so aufregt. Und, jawohl ja, einen solchen Grund gibt es! Wenn ich nämlich so durch Gelsenkirchen spaziere, was muss ich da mit ansehen? Sie ahnen bereits, von welchem Übel ich spreche, nicht wahr? Ja, die Jugend, die meine ich! Pärchenweise flanieren sie die Fußgängerzone entlang, sich dabei in den Armen haltend oder sich gegenseitig Küsse verabreichend. Mann/Frau, Mann/Mann, Frau/Frau, alles ist dabei, und sie alle sind schamlos und unmoralisch. Wer weiß, was bei diese Leuten zuhause passiert – ja, da würde ich wirklich gern mal dabei sein. Aber was ich mitbekomme, ist schlimm genug: Internetcafes, Spielhöllen – auch hier sehe ich Jugendliche, wie sie sich auf unanständigen Seiten herumtreiben bzw. wilde Ballerspiele spielen… Das alles ist unnatürlich, unrichtig, falsch … Aber was erzähle ich überhaupt? Wenn Sie ein guter, gerecht denkender Mensch sind, wissen Sie das von selbst. Wenn also die Jugend mich mit ihrem Verhalten derart aufregt, ist es dann nicht nur recht und billig, wenn sich die Jugend dann ändern muss? Nein, gewiss nicht. Die Jugend von heute hat sich nach mir zu richten, alles andere wäre ja noch schöner. Zum Glück traf ich Herrn „Dankwart den Tankwart“, Herrn Pöter und Herrn Mertens, drei Herren, die genauso denken wie ich. Wir gründeten das Bündnis für Anstand und Moral, einen nicht eingetragenen Verein, und schufen damit die Grundlage für ein besseres Leben. Bitte informieren Sie sich auf diesen Seiten über uns und schauen Sie ab und an wieder vorbei, um sich über die Fortschritte zu informieren, welche wir erzielen. Zunächst einmal wird sich die Jugend sehr aufregen, was nur gerecht ist, nachdem ich bereits Teile eines Hutes essen musste. Mit vorzüglicher Hochachtung: Veit Stahlmüller, Kanzler
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